Die "Isle of Lewis" und die "Isle of Harris"
1. Isle of Lewis
Die Isle of Lewis (gälisch: Eilean Leòdhas, Leòdhas, An t-Eilean Fada (die lange Insel)) ist die nördlichste und größte Insel der Äußeren Hebriden. Die meisten Einwohner leben in der einzigen Stadt Stornoway (gälisch: Steòrnabhagh), die gleichzeitig die Hauptstadt der ganzen Inselgruppe ist. Ansonsten sind überwiegend die Küstenbereiche mit kleineren Orten oder Häuseransammlungen besiedelt.
Der Nordteil von Lewis ist geprägt von weiten, flachen Torfmoorlandschaften mit dem Ben Barvas (280 m) als höchster Erbebung und dem Butt of Lewis als nördlichstem Punkt der gesamten Inselgruppe. Der Südteil hingegen ist gebirgig mit Erhebungen über 500 m und geht in die Nachbarinsel Harris (gälisch: Eilean na Hearadh) über (d.h. es handelt sich eigentlich um eine Insel, die wegen der trennenden, unwegsamen Gebirgslandschaft von den Bewohnern als zwei Inseln betrachtet wurde). Die Küste besteht überwiegend aus steilen Klippen, in Buchten und an der Nordostseite findet man jedoch auch saubere Strände mit sehr feinem Sand. Im südlichen Teil auch fjordartige Meeresarme. In einer größeren Bucht an der Nordwestküste ist die ebenfalls bewohnte Insel Great Bernera über eine Autobrücke mit Lewis verbunden.
Die Bevölkerung ist überwiegend protestantisch und lebt heute überwiegend von der Landwirtschaft (vor allem extensive Schafzucht, aktuell wieder mehr und mehr Rinderzucht) und dem Tourismus. Die Fischerei - Stornoway war ein bedeutender Fischereihafen - spielt immer noch eine Rolle, verliert aber an Bedeutung. Zunehmend trägt jedoch die Fisch- und Krabbenzucht zur Wirtschaftsleistung bei. Neben englisch sprechen viele Einwohner immer noch/wieder gälisch.
Kulturell bietet Lewis einige Höhepunkte, die die lange Besiedlungsgeschichte der Inselgruppe zeigen:
- Die Standing Stones of Callanish sind eine über 5000 Jahre alte Kultstätte der Megalithkultur. Mit über 20 heute bekannten Steinformationen ist Callanish die größte Megalithanlage auf den britischen Inseln.
- Der Carloway Broch (Broch Dun Carloway) ist eine relativ gut erhaltene Ruine eines Broch aus der Piktenzeit, etwa 2000 Jahre alt.
- Das "Blackhouse Museum" bei Arnol (bis 1964 bewohnt!) zeigt, wie die meisten Einwohner während der letzten Jahrhunderte auf der Inselgruppe lebten bzw. leben mußten.
Lewis kann erreicht werden mit Autofähren oder dem Flugzeug:
- Stornoway verfügt über einen Flughafen, der national angebunden ist.
- vom schottischen Festland gibt es tägliche Fährverbindungen von Ullapool aus.
- weitere Fähren verbinden Lewis mit den benachbarten Inseln und ermöglichen so eine indirekte Anreise (z.B. mit der Bahn nach Kyle of Lochalsh, Bustransfer über Skye nach Uig, dort auf die Fähre nach Tarbert auf Harris. Von dort aus gibt es Buslinien nach Lewis).
Achtung: Die nördlichen Inseln sind stark protestantisch geprägt. Sonntags haben nicht nur Geschäfte, Restaurants und Pubs geschlossen, es fahren auch keine Busse und keine Fähren.
Für Inselerkundungen auf eigene Faust wird eine Landkarte mit den gälischen Ortsbezeichnungen empfohlen, die man z.B. in der Tourist Information in Stornoway erwerben kann.
2. Great Bernera
Great Bernera, oft auch nur als Bernera bekannt (gälisch: Bearnaraigh), ist eine Insel der Äußeren Hebriden von Schottland. Sie ist über eine Brücke mit der Westküste von Lewis verbunden.
Die größte Siedlung auf der Insel ist Breaclete, Sitz eines kleinen Museums. Bernera ist außerdem bekannt für seine Siedlung aus der Eisenzeit, die möglicherweise auch von den Pikten gegründet wurde. Sie wurde 1992 entdeckt und mittlerweile wieder mit Sand bedeckt, um sie zu schützen. Ein Nachbau eines solchen Hauses befindet sich in der Nähe.
Heute verdienen die Einwohner ihr Geld hauptsächlich mit dem Fang von Hummern, der in die ganze Welt exportiert wird.
Die Insel sollte nicht mit den Inseln Berneray und Little Bernera verwechselt werden.
3. Isle of Harris
Die Isle of Harris (gälisch: Eilean na Hearadh oder Na Hearadh) ist die zweitgrößte Insel der Äußeren Hebriden. Geographisch bildet Harris eine Einheit mit der Insel Isle of Lewis (gälisch: Eilean Leòdhas oder Leòdhas) (d.h. es handelt sich eigentlich um eine Insel, die wegen der trennenden, unwegsamen Gebirgslandschaft von den Bewohnern als zwei Inseln betrachtet wurde). Harris ist dünn besiedelt, der Hauptort Tarbert (gälisch An Tairbeart) liegt an einer Landenge, an der die Insel in Ost-West-Richtung nur etwa einen Kilometer durchmisst. Daneben gibt es nur wenige Ortschaften und Häuseransammlungen entlang der Küste.
Harris zeigt von allen Inseln der Äußeren Hebriden die wildeste Landschaft. Der Teil nördlich der Landenge von Tarbert ist gebirgig und beherbergt den höchsten Berg der Inselgruppe, den 799 m hohen Clisham, und den größten Fjord, den etwa 25 km langen und von steilen Bergen eingefaßten Loch Seaforth. Die ebenfalls bewohnte kleine Insel Scalpay ist vom südlichsten Punkt dieses Inselteils über eine Autobrücke erreichbar. Der Teil südlich der Landenge zeigt sehr unterschiedliche Seiten: An seiner Westküste finden sich einige der schönsten Strände Schottlands, darunter Seilebost Beach, und fruchtbares Hügel- und Küstenland, das so genannte Machair. Die Ostküste ist eine schroffe, von den Eiszeiten geprägte Fels- und Moorlandschaft. An der Südküste liegt am Ende eines weiten Moortales der Ort Leverburgh (gälisch: An t-Ob), von dem aus eine Fährverbindung zu den südlichen Nachbarinseln besteht.
Die Bevölkerung ist überwiegend protestantisch und lebt heute zum Teil von der Landwirtschaft, insbesondere der Fisch- und Krabbenzucht in den Fjorden, Fisch-/Schalentierfang sowie vom Tourismus und der Wollwirtschaft. Bei letzteren spielt vor allem das Erzeugen und Vermarkten des Harris Tweed eine große Rolle. Neben Englisch sprechen viele Einwohner immer noch/wieder Schottisch-Gälisch.
An kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet Harris neben den Tweedwerkstätten die restaurierte Kirche von Rodel (gälisch: Roghadal) aus dem 15. Jahrhundert, an der Südspitze von Harris gelegen. Bemerkenswert ist auch die verhältnismäßig dichte Besiedlung der unwirtlichen Ostküste, eine Folge der gezielten Vertreibungen - den so genannten Clearances - der unteren Bevölkerungsschichten von der Westküste durch Großgrundbesitzer im 19. Jahrhundert.
Harris kann nur indirekt erreicht werden über folgende Verbindungen:
- Stornoway auf Lewis verfügt über einen Flughafen, der national angebunden ist, und eine direkte Fährverbindung zum schottischen Festland von Ullapool aus. Von Stornoway aus gibt es Buslinien nach Harris.
- weitere Fähren verbinden Harris mit den benachbarten Inseln und ermöglichen so eine Anreise (z.B. mit der Bahn nach Kyle of Lochalsh, Bustransfer über Skye nach Uig, dort auf die Fähre nach Tarbert. Oder vom Uist-Archipel aus mit der Fähre von Berneray nach Leverburgh).
Die nördlichen Inseln sind stark protestantisch geprägt. Sonntags haben nicht nur Geschäfte, Restaurants und Pubs geschlossen, es fahren auch keine Busse und keine Fähren.
Für Inselerkundungen auf eigene Faust wird eine Landkarte mit den gälischen Ortsbezeichnungen empfohlen, die man z.B. in der Tourist Information in Tarbert erwerben kann. Für die Durchwanderung des nördlichen Inselteils wird zu bergfester Ausrüstung geraten.
4. Scalpay
Scalpay ist eine Insel der Äußeren Hebriden (Schottland), östlich von Harris, mit dem es über eine Brücke verbunden ist. Die Insel hat eine Bevölkerung von 400 Menschen, die hauptsächlich vom Fischfang leben.
Auf Scalpay steht der älteste Leuchtturm von Schottland, erbaut 1788.
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